Vielfältige Implementierungsoptionen und Features in SAP BPC

Seit geraumer Zeit ist SAP Business Planning and Consolidation (BPC) bei der SAP als strategisches Planungswerkzeug gesetzt und wird dementsprechend konsequent weiterentwickelt und im Produktportfolio mit angrenzenden Produkten für Reporting, Analyse und Prognosen verzahnt. Dadurch ergeben sich für Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, Planungsprozesse in den gesamten Steuerungszyklus zu integrieren und bereits vorliegende Ist- und Prognose-Daten in den Prozess der Plan- und Budgeterstellung einzubinden.

Technologisch setzt die aktuellste SAP BPC 11.0 Version als Unterbau auf das BW/4HANA auf, während die Vorgängerversion BPC 10.1 als Add-On Installation auf das BW on HANA (NW 7.5 oder NW 7.4) zum Einsatz kommt.

Grundsätzlich stehen zwei grundlegend unterschiedliche Implementierungsansätze in SAP BPC zur Verfügung – „Embedded Model“ vs. „Standard Model“. Um die entsprechenden Vorteile auszuschöpfen, erfordert die Wahl des richtigen Ansatzes eine sorgfältige Analyse der Anforderungen – ausschlaggebend können jedoch auch bereits bestehende Strukturen sein. Vorhandene Planungscubes aus der BW-IP-Welt können mit einem Embedded Planungsmodell in BPC verknüpft und dort verwendet werden.

Das „Embedded Model“ setzt komplett auf zuvor im SAP BW erstellte Strukturen und erfordert somit solide BW Kenntnisse. Die Verwaltung der Modelle ist daher in aller Regel in der IT angesiedelt. Komplexe Planungsstrukturen mit vielen Elementen und eine detaillierte Plan-Ist-Analyse werden ideal unterstützt.

Im „Standard Model“ kann hingegen das gesamte Planungsmodell inklusive aller Datenstrukturen über die BPC Administration mittels Weboberfläche verwaltet werden. Alle notwendigen Objekte werden vom System automatisch im BPC eigenem Namensraum in SAP BW angelegt. Der Fachbereich kann hierbei sehr flexibel und eigenständig Modelle inklusive aller Stammdaten anlegen und verwalten und somit unabhängig von der IT agieren.

Das BPC-System ermöglicht die Koexistenz beider Modelle. Daraus ergibt sich eine sehr gute Abdeckung verschieden gelagerter Anforderungen an Komplexität und Flexibilität. Planungslayouts und Reports werden in der im Fachbereich bekannten Excel Oberfläche erstellt, welche durch das auf Excel basierende Analysis for Office Plug-in mit den beiden Clients „EPM“ und „Analysis for Office“ erweitert wird. Endanwender im Fachbereich finden sich schnell in der ihnen vertrauten Oberfläche zurecht.

Beide Modelle, Standard und Embedded, werden durch die SAP BPC Kernfunktionalitäten

- Workflowunterstützung (Business Process Flows)

- Work Status

- Konsolidierungsfunktionalität

ergänzt, welche den gesamten Planungsablauf unterstützen und frei definierbar sind.

Abgerundet wird das Funktionsangebot von SAP BPC durch die webbasierte Startseite, die jeder Endanwender individuell nach seinen Anforderungen frei gestalten kann. Hier kann jeder User seine eigenen Favoriten für den Schnellzugriff festlegen oder Charts und Web-Reports mit den fürs Tagesgeschäft wichtigsten Informationen frei platzieren. Es werden jedem Anwender seine ausstehenden Prozess-Tasks auf seiner Startseite unter „My Activities Timline“ angezeigt. SAP BPC 11.0: Homepage Weboberfläche

Ein Ausblick lohnt – denn auch Planungs-Features finden beim "Software as a Service"- Ansatz starke Beachtung und werden fokussiert durch die SAP weiterentwickelt. Zukünftig wird die SAP Analytics Cloud (SAC) eine wesentliche Säule im Bereich Unternehmensplanung bilden. Unternehmen, deren IT auf den SaaS-Ansatz zielt, können dann ihre Planung ohne Struktur- und Technologiebruch implementieren. Je nach Implementierungsansatz können bei Bedarf bestehende Planungsmodelle per Live Connection oder Datenaustausch angebunden werden und im Cloud getriebenen Prozess verwendet werden. Dadurch ergeben sich sehr große Freiheitsgrade bei der Gestaltung und Umsetzung von Planungsthemen.

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