SAP BusinessObjects Lumira 2.0

Anders als es der Name zunächst vermuten lässt, verbirgt sich hinter SAP BusinessObjects Lumira 2.0 deutlich mehr, als nur ein Mayor-Release des Self Service-BI-Tools. Tatsächlich betrifft das Update nämlich neben SAP BusinessObjects Lumira auch das Dashboard-Werkzeug SAP BusinessObjects Design Studio, welches seit Q2/2016 nicht mehr über eine eigenständige Roadmap verfügt, sondern mit dem Release 2.0 in die SAP BusinessObjects Lumira-Produktfamilie integriert wird. Mittlerweile gibt es detailliertere Informationen, wie diese Integration aussehen wird und worauf sich die Anwender und Entwickler mit der Version SAP BusinessObjects Lumira 2.0, die für Ende Q2/2017 erwartet wird, einzustellen haben.

Grundsätzlich bleibt es bei der Trennung der Anwendergruppen in Business-User, die mit einem möglichst intuitiven Werkzeug SelfService-BI betreiben können und Entwicklern, die in einer Entwicklungsumgebung auch komplexe Anwendungen erstellen können. Diesen Anwendergruppen stehen mit dem SAP BusinessObjects Lumira Discovery, als Nachfolger des heutigen SAP BusinessObjects Lumira Desktop und dem SAP BusinessObjects Lumira Designer als Nachfolger des heutigen SAP BusinessObjects Design Studio, weiterhin separate Client-Werkzeuge zur Verfügung.

Blog SAP Lumira 2.0

Beide Werkzeuge teilen sich allerdings zukünftig ein Dateiformat, sodass sich die in SAP BusinessObjects Lumira Discovery entworfenen Stories im Designer öffnen und bearbeiten lassen. Damit das funktionieren kann, werden beide Werkzeuge auf eine technologische Basis gestellt. Diese stammt aus dem heutigen SAP BusinessObjects DesignStudio und basiert auf der seit SAP BusinessObjects DesignStudio 1.5 eingeführten SAP UI5.m library. Alle bereits darauf entwickelten SAP BusinessObjects Design Studio-Anwendungen sollten sich problemlos in das neue Format konvertieren lassen. Für Anwendungen, die noch auf der SAP UI5.commons library basieren, sind für eine Konvertierung ggf. Nachbearbeitungen erforderlich. Wer seine Anwendungen nicht konvertieren möchte, kann SAP BusinessObjects Lumira 2.0 auch in einem Kompatibilitätsmodus ausführen und seine heutigen SAP BusinessObjects DesignStudio-Anwendungen weiterhin bearbeiten und pflegen. Neue Funktionalitäten wie das Bookmark-Konzept, responsive Layout-Container oder Esri-Maps stehen dann allerdings nicht zur Verfügung.

Für Fachanwender, die heute mit dem SAP BusinessObjects Lumira Desktop arbeiten, wird die Umstellung indes größer ausfallen. Der SAP BusinessObjects Lumira Discovery Client ist eine komplette Neuentwicklung; die Benutzer erwartet daher ein völlig neues Userinterface, welches auch die Trennung der Bearbeitungsbereiche für Datenbeschaffung ('Data Acquisition'), Datenaufbereitung ('Prepare'), Erstellung der Visualisierungen ('Visualize') und Storyboard-Erstellung ('Compose') aufhebt. Aufgrund dieser Neuentwicklung steht kein Kompatibilitätsmodus wie beim Designer zur Verfügung, bestehende SAP BusinessObjects Lumira-Dokumente müssen also beim Upgrade auf 2.0 konvertiert werden. Wie hoch dabei die Aufwände für manuelle Nachbearbeitungen sein werden bleibt abzuwarten.

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