SAP BusinessObjects Cloud

Seit einigen Jahren verändert sich die SAP zu einer 'Cloud-Company', besonders deutlich wird diese Entwicklung, wenn man sich die größeren Akquisitionen der letzten Jahre anschaut. Success Factors, Ariba, Concur, Hybris – Die Liste der Anbieter von cloudbasierter Software, die SAP in den vergangenen Jahren gekauft hat, kann fast beliebig fortgesetzt werden.

Auch im Analytics-Bereich gab es in der Vergangenheit bereits Ansätze, BI-Lösungen in die Cloud zu bringen. Den Anfang machte 2006 bereits 'crystalreports.com', es folgten SAP BusinessObjects BI on demand oder die SAP BusinessObjects Lumira Cloud. Alle Lösungen hatten eines gemeinsam: Sie scheiterten. Vielleicht, weil sie ihrer Zeit voraus waren, wahrscheinlicher aber, weil man ihnen anmerkte, dass sie nicht originär als SaaS-Angebot entwickelt wurden, sondern letztlich einzelne Produkte aus dem on-premise-Segment in die Cloud gehoben wurden und einen ganzheitlichen Ansatz vermissen ließen. Mit der SAP BusinessObjects Cloud (BOC) will die SAP einen anderen Weg beschreiten. Auf die SAP HANA Cloud Plattform (HCP) aufsetzend, kommt die SAP BusinessObjects Cloud als vollständig neue Lösung daher, außerdem wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, d.h. neben der reinen Analyse & Visualisierung von Daten stehen auch Themen wie Planung, Predictive und GRC-Anwendungen auf der Agenda und werden in einer integrierten Umgebung bereitgestellt. Konsumiert wird über den Webbrowser oder über den sogenannten SAP Digital Boardroom, einer Präsentationsumgebung bestehend aus drei Touchscreens, auf denen sich dafür optimierte SAP BusinessObjects Cloud-Stories darstellen lassen.

SAP BusinessObjects Cloud ersetzt nicht die bisherigen on-premise Angebote rund um die SAP BusinessObjects BI-Plattform, sondern ergänzt diese insbesondere im Hinblick auf Analysen von bereits in der Cloud vorliegender Daten. Unternehmen, die heute bereits viele ihrer operativen Systeme als SaaS-Angebot in der Cloud nutzen, profitieren besonders von dem neuen Analytics Angebot, weil die Notwendigkeit der lokalen Datenintegration wie beim klassischen Datawarehouse-Ansatz entfällt. Dementsprechend zielen die aktuell verfügbaren Datenkonnektoren auf Cloud-Angebote wie Councur, SuccessFactors oder Salesforce ab, ergänzt durch dateibasierte Uploads aus Excel- oder CSV-Dateien. Verbindungen auf lokale Datenquellen wie SAP BW, SAP BPC oder relationalen Datenbanken sind zwar grundsätzlich auch möglich, hier sind allerdings die etablierten on-premise-BI-Lösungen funktional noch klar im Vorteil. Als durchgängige Enterprise BI-Umgebung ist damit die SAP BusinessObjects Cloud momentan noch keine Alternative, für bestimmte Anwendungsszenarien bzw. für kleinere Unternehmen, die kein dediziertes BI-System kaufen und lokal betreiben können oder wollen, aber eine interessante Option.

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