Features in SAP Lumira 2.x

Wie wurden bisher neue interaktive Dashboards realisiert? Die Business User aus dem Fachbereich setzten sich mit den BI-Experten und Front-End-Entwicklern zusammen und formulierten individuelle Anforderungen. Meist verlief dies über mehrere Meetings bis konkrete Entwürfe vorhanden waren und sich jeder Beteiligte bildhaft vorstellen konnten, wie die neue Oberfläche aussehen wird.

Mit SAP Lumira 2.0 wird das gemeinsame Entwerfen der Dashboards zukünftig enorm beschleunigt: Der Business User kann mit dem sehr intuitiv zu bedienenden SAP Lumira Discovery das Front-End bereits vor dem ersten Konzeptionsmeeting nach seinen Wünschen gestalten, z.B. Analysekomponenten wie Diagramme und Tabellen einfach mit Datenquellen verknüpfen und mit Farben, Logos und Schriften in ein optisch ansprechendes Format bringen. Dieser Entwurf wird auf der SAP BI-Platform in dem neuen Dateiformat .lumx abgespeichert, welches als Container für mehrere Dashboards (genannt Applikationen), Mimes etc. dient. Bereits unverzüglich nach dem Abspeichern kann nun der Entwickler dieselbe Datei von der SAP BI-Platform laden und im SAP Lumira Designer wiederverwenden und weiterentwickeln.

SAP Lumira 2.0 besteht somit aus zwei Tools, die separat installiert werden können aber dennoch Hand in Hand zusammenarbeiten: Discovery und Designer.

SAP Lumira Discovery als Ad-Hoc Reporting Tool basiert konzeptionell auf dem bisherigen SAP Lumira der Version 1.31, bietet jedoch eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche. Das Step-by-Step-Prinzip (Datenquellen anlegen – Homogenisieren – Visualisieren etc.) gehört dabei der Vergangenheit an: Der Nutzer hat jetzt die Möglichkeit auf alle Funktionalitäten direkt über verschiedene Panels zuzugreifen und seine erste Datenanalyse zusammenzustellen. Falls dies nicht ausreicht, lässt sich die Analyse im Designer noch erweitern und verfeinern.

Beim SAP Lumira Designer handelt es sich um das bekannte SAP BusinessObjects Design Studio, erweitert mit vielen neuen Funktionen und Features. Eine der größten Neuerungen ist das Entwickeln sogenannter „Composites“. Ein Composite ist eine selbst entwickelte Komponente, welche aus den Standardkomponenten, eigenem Scripting, Variablen, technischen Komponenten etc. bestehen kann. Somit können Teile von Dashboards als eigenständige Composite entwickelt und in allen Applikationen wiederverwendet werden. Ändert man etwas in dem Composite, fügt z.B. Textfelder und Chart-Komponenten hinzu, ändert sich dies ebenfalls in allen Dashboards, in welchen das Composite verwendet wurde. Klassisches Beispiel wäre das Realisieren einer KPI Kachel – Komponente als Composite: Man kombiniert Textfelder für die Kachelnamen sowie zur Anzeige von KPI-Werten, definiert Interface-Methoden und globale Variablen, mit welcher das Composite von außen mit Daten befüllt werden kann und legt entsprechendes Data Binding an. Schließlich wird das Composite im LumX-File abgespeichert und per Drag-and-drop in die Dashboardanwendungen, wie eine klassische Komponente, mehrfach hineingezogen. Diese neue Möglichkeit macht das Arbeiten an ein und demselben Dashboard im Entwicklungsteam äußerst komfortabel, so könnte jeder Entwickler völlig autark seine eigene Composite als Teilbereich des eigentlichen Dashboards implementieren. Die Hauptanwendung besteht dann lediglich aus einer Oberfläche, in welcher die einzelnen Composites zusammengestellt angezeigt werden. Ein gegenseitiges Überschreiben im Entwicklungsprozess oder das aufwendige Konsolidieren von Arbeitsversionen verschiedener Entwickler gehört somit der Vergangenheit an.

Als weiteres großes neue Features ist eine neue Container-Komponente zu erwähnen: der Adaptive Layout Container. Dieser besteht aus einem Raster von Blöcken, welche beim Verändern der Bildschirmbreite automatisch nach unten umbrechen oder die Seite nach rechts automatisch auffüllen. Die Inhalte der Blöcke können beliebige Komponenten sein, diese passen sich somit adaptiv an den jeweiligen Viewport an. Die Umsetzung des responsive Designs wird möglich, welches selbst auf kleinen Bildschirmgrößen (z.B. Smartphone-Displays) optimal dargestellt wird.

Mit den vielen neuen Möglichkeiten, die uns der nächste Evolutionsschritt des Design Studios bald bieten wird, ist ein neuer Meilenstein für die Realisierung moderner Analyseanwendungen erreicht. Viele dringend benötigte Features wie z.B. ein überarbeitetes Bookmarking und eine Oberfläche zum Verwalten von bedingter Formatierung hat die SAP in den Bordmitteln des SAP Lumira 2.0 nachgerüstet.

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